Das Projekt

Buckelwale sind grosse Bartenwale, die vom Winter bis in den späten Frühling in den Gewässern der kapverdischen Inseln vorkommen. Obwohl sie bis 16 Meter lang werden und mehrere Tonnen schwer sind, weiss man praktisch nichts von ihrem Vorkommen in diesem Archipel.
Im 19. und bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie noch gejagt, zum Teil auch von amerikanischen Walfänger, die mit ihren Schiffen von Massachussetts bis hierher segelten.
Aus den Berichten dieser Walfänger weiss man, dass die Kapverdischen Inseln ein wichtiger Brutort der Buckelwale waren und dass sie Hunderte von Tieren antrafen.
Diese Wale ziehen von ihren sommerlichen Nahrungsgründen, die sich meistens in arktischen Gewässern befinden, zu Inselgruppen die meist in tropisch Gewässern liegen, um sich zu paaren und ihre Jungen auf die Welt zu bringen. Die Kapverden sind eben so ein wichtiger Ort.
Nach den Zeiten der Walfänger verlor man die Buckelwale der Kapverden aus den Augen. Vereinzelte Expeditionen wäherend der letzten Jahrzehnten fanden nur einzelne Tiere. Fred Wenzel brachte es 1995 und 1996 endlich fertig, die ersten zwei Identifikations-Fotos von Buckelwalen bei Sal zu machen. Unabhängig von ihm begann Beatrice Jann 1999 ihre Forschung, die dank der Unterstützung von grossen Schiffen - zuerst mit dem Motorschiff Corvette, dann dem Topsegel Schoner Sodade und nun der Holland - es bis zu 25 identifizierten Tieren, mehrere Stunden Tonaufnahmen und Hunderten von Beobachtungsstunden brachte.
Aber die Geheimnisse der Buckelwale sind immer noch viele: Wieviele sind es? Wo kommen sie meistens vor?
Wieviel Jungen kommen in diesen Gewässern zur Welt?
Kommen immer wieder die gleichen Tiere zu den Kapverden zurück?
Nimmt die Population zu? Oder vielleicht ab?
Sind sie mit den anderen Buckelwalen des Nordatlantiks verwandt?
Wo verbringen sie den Sommer, wenn sie nicht in den Kapverden sind?
Welchen Einfluss wird der wachsenden Tourismus auf diese Wale und ihre Jungen haben?
Diese und viele weitere Fragen bleiben zumindest im Moment ohne Antwort.
Der Mensch hat mit seiner Jagd die Wale fast ausgerottet.
Auch in den Kapverdischen Gewässern scheint es - vor 200 Jahren - grössere Bestände gegeben zu haben. Wenn man die Wale schützen will, muss man sie kennen, mehr über sie erfahren.
Dies ist das Hauptziel vom Projekt BALEIA JUBARTE CABOVERDE.

 

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